Siegel 2015

ERHARD WERNDL VON LEHENSTEIN

„Jeder ist einmalig mit speziellen Anlagen, die es zu fördern gilt und doch ist jeder auch ein Teilchen der gesamten Menschheit zwischen Vergangenheit und Zukunft. Genetisch betrachtet sind wir alle (nach Bryan Sykes „Die Sieben Töchter Evas“, 2003, über viele Generationen von Vorfahren miteinander verwandt und deshalb auch mit unseren Kunstwerken einander für einander verpflichtet.“ Nach dieser Maxime gesehen, wären die Menschen von Anfang an zusammen eine große Familie mit allen Stärken und Schwächen, Liebenswerten und Abscheulichkeiten, Koryphäen und Behinderten.
Es stimmt im Großen und der Genealoge Erhard Werndl von Lehenstein (*1932 in Eger /Cheb, Böhmen) tritt den Beweis dafür an mit der Auf- listung von den Markwartingern 1125 in Böhmen an bis zu den gegenwärtig in Leipzig lebenden Werndl, die aus Eger stammen und urkundlich erstmals 1356 als Patrizier erwähnt wurden. Erhard Werndl v. L. bedient sich dabei nach genauen Quellenangaben sytematischer Chronologie von Töchternachkommen, Vorfahren, Nachkommen und Anverwandten über rund 900

CT - Werndl - Jubiläums-Wallfahrt zur Werndl-Stiftskirche Ottengrün 1954

Oben: JUBILÄUM der Werndl-Stiftskirche St. Sebastian in Ottengrün, Linolschnitt 1954
unten: UMSIEDLER - ASYLANTEN - KOHLENKLAU - HUNGERSNOT, Tuschaquarell 1946

CT - Werndl - Umsiedler - Asylanten - Kohlenklau - Hungersnot 1946

Jahre hinweg, nachlesbar nicht nur im Band 142 des Deutschen Familienarchives, Seiten 143 bis 188. Früher war die Genealogie ein Privileg des Adels. Inzwischen aber ist die Suche nach den familiären Wurzeln ein Massenphänomen, schreibt das Magazin GEO in der Septemberausgabe 2004 und bewertet sein Schaffen folgendermaßen: „kaum jemand schafft, was dem Leipziger Genealogen Erhard Werndl von Lehenstein nach Jahrzehnten gelungen ist: eine Verbindung mit dem Frankenkaiser über eine rein weibliche Linie theroretisch zu belegen.“

CT - Werndl - Barbarossa Kaiserburg mit Stauferstele in Eger 2014
WERNDL - Familienzusammenhalt über Generationen
CT- Werndl - Schloss Lehenstein um 1630 -1950 Aquarell Bitterfeld

Oben: SCHLOSS LEHENSTEIN um 1630, Aquarell 1950
Links: BARBAROSSA-Kaiserburg mit Stauferstele in Eger/Cheb, 2. Fassung, Aquarell 2014

CT - Werndl - Unser letztes Gewölbezimmer im St Clara Closter in Eger 2.Fassung 2014

Oben: Unser letztes GEWÖLBEZIMMER im St. Clara-Closter vor der Vertreibung 1946, 2. Fassung, 2014.
 Links: FAMILIENZUSAMMENHALT ÜBER GENERATIONEN,
Linolschnitt, 1990. Links unten: HGB-Kunststudentenpraktikum im Aluminiumwerk Bitterfeld, 1953. Kohlezeichnung auf getöntem Papier

CT - Werndl - HGB-Kunststudentenpraktikum im Aluminiumwerk1953

Erhard Werndl wurde nach Bitterfeld verschlagen und bevor er mit seinem Studium beginnen konnte, absolvierte er dort eine Malerlehre.
Von 1951 bis 1955 studierte er an der HGB Leipzig Freie Malerei und hatte das Glück bei den Professoren Elisabeth Voigt, einer Meisterschülerin von Käte Kollwitz und den zeitgeschichtlich bedeutenden Malergrößen Wolfgang Mattheur und Werner Tübke zu studieren; zu Ende des Studiums 1955 konnte er bei Prof. Dr. Ernst Bloch dessen Prinzip Hoffnung kennen zu lernen.
Anschließend immatrikulierte er für zwei Jahre an die philoso- phische Fakultät der Universität Leipzig mit den Ziel des Staatsexamens in Kunsterziehung.
Nach dem Schulpraktikum studierte er dann an der Universität Berlin bis 1962 Sonderschulpädagogik um danach an der Gehörlosenschule Leipzig und VHS als Gehörlosenlehrer und Fachlehrer für Kunsterziehung bis 1992 – 35 Jahre lang zu wirken.

CT-Werndl - Historische Universität Leipzig nach Skizze von 1964, Aquarell 2013
CT - Werndl - Leipzig Markt mit Altem Rathaus,Skizze  von 1964,  Aquarell 2013

.Links: LEIPZIGER MARKT mit altem Rathaus nach einer Skizze von 1964, Aquarell 2013. Rechts: HISTORISCHE UNIVERSITÄT Leipzig nach einer Skizze von 1964, Aquarell 2013

Werndl bei der Preisverleihung zum 12

Erhard Werndl v.L. schreibt die Fachzeitschrift KUNST-aktuell in Nr. 1/ 2009, ist ein vielseitiger Künstler, der in unterschiedlichsten Techniken - Linolschnitt, Aquarell, Gouache oder in Öl - arbeitet und in seinen Werken, seine zutiefst humane Lebenseinstellung zum Ausdruck bringt. Besonders hervorzuheben innerhalb des Œuvres sind seine Linolschnitte. Seine realistische Darstellungsweise ist geprägt durch sein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. In seiner bildnerischen Formensprache findet sich nicht nur Detailgenauigkeit, sondern auch Akzentuierung in der Darstellung mit dem Ziel die Wahrnehmung von Realität zu vertiefen oder hinter der sichtbaren eine unsichtbare Wirklichkeit zu enthüllen.

Im Mittelpunkt seines Schaffens stehen der Mensch und ganz besonders die Kinder. Dies drückt sich auch in den Titeln seiner Arbeiten aus, so z.B. in seinem Zyklus „In den Kindern geht das Leben weiter“. Weitere Themen sind seine Heimat - die Landschaft um Eger „Teufelsturm an der Eger“ (Aquarell, 1966) - und die Familie oder deren Verlust wie im Linolschnitt “Einsamkeit”. Nicht nur die beschaulichen Momente des alltäglichen Lebens finden sich im Werk des Künstlers, zu Mensch und Zeit hat er eine klare Aussage, die dies in Titeln wie „Armut und Wohlstand“ oder „St. Sebastian an der Mauer“ (Berlin 1961) widerspiegeln. Sein umfangreiches Œuvre kann hier nur angerissen werden.
In Andreas Klimt „Kürschners Handbuch der Bildenden Künstler“, 2/2207, sowie in den Jahrbüchern „Meisterwerke Künstler unserer Zeit“ 2007 / 2008 finden sich Informationen zum künstlerischen und genealogischen Wirken eines Menschen, der ein Leben lang in seinem Schicksal das Hoffen für sich lernte und anderen lehrte.

CT- Werndl - Drei Kirchen in Eger CT -WERNDL - Marktplatz mit Stöckl in Eger
CT -WERNDL - Kaiserburg in Eger
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von links: Drei Kirchen in Eger; Mitte: Kaiserburg in Eger; rechts: Marktplatz mit Stöckl in Eger.
untere Reihe von links: In den Kindern geht das Leben weiter; Vorfahren und Nachkommen; Einsamkeit

WERNDL - Vorfahren und Nachkommen - Acryl
WERNDL - In den Kindern geht das Leben weiter WERNDL - Einsamkeit

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