Siegel 2015

EMMA ANDIJEWSKA

Bevor man sich dem Sinn im Oeuvre von Emma Andijewska nähert, beginnt zu ent- schlüsseln, sollte das obige Zitat von Jean Gebser in seiner vollen Bedeutsamkeit angenommen werden. Und dann nehme man nicht ein, sondern viele Bilder von ihr und analysiere sie möglichst genau und exakt.
Nur so wird sich der Zugang in die Inhalte der Bilder von Emma Andijewska öffnen, so bildet sich ein theoretischer Schlüssel zu ihrer Bilderschrift, der aber um zu funktionieren, auch Kenntnisse aus der Biografie der Künstlerin voraussetzt.Foto Andijewska 2012 Sie ist Malerin und eine eigenwillige Schriftstellerin. Ihr Fabelwissen begründet sich im sehr weiten Kulturkreis.
Geschichten, Märchen und Mythen, die man ihr als Kind erzählte und die sich in ihrer Vorstellung, in ihren Gedanken zu eigenartigen Figuren, Formen und Gebilden umsetzten, sind ein Teil des theoretischen Schlüssels, der zum Verständnis ihrer Bilder führt.
Parallelen zu Nikolai Wassiljewitsch Gogol (1809 bis 1852) werden wach, seine grotes- ken Schilderungen des Alltags in ‘Die toten Seelen’ oder ‘Der Revisor’ werden lebendig.
Ein weiterer, wichtiger Part ist das Wissen, das sie im Kontrukt ihrer Bilder in der orthodoxen Ikonografie bleibt.
Wie die religiösen Bildgeschichten, die nach  strikt vorgegebenen Regeln der Podliniki (vorgeschriebene Richtlinien für orthodoxe Ikonenmalerei) ) entstanden, hat sie auch ihr eigenes Gestaltungskonzept entwickelt.
Nicht vom Inhalt her, so jedoch in der Dichte, dem Komprimieren der Bildelemente steht sie in der gleichen ikonografischen Tradition, der auch Marc Chagall Zeit seines Lebens verbunden war. Dabei wird auf die räumlich- linearen Perspektiven meistens verzichtet. Auch der fiktive Standpunkt des Betrachters ist nicht auf die Aughöhe fixiert, sondern er schwebt frei über dem Boden.

Andijewska - Der Süden III

Oben: DER SÜDEN III

Andijewska - Der Süden I
Andijewska - Drei mit einer Blume

 Oben Mitte: DER SÜDEN I; rechts: DREI MIT EINER BLUME
untere Reihe Mitte: DAS APFELTHEMA; rechts: DAS FRÜHSTÜCK

Andijewska-Das Apfelthema-107x79cm-2000-1.000,- ? Andijewska-Das Frühstück-107x79cm-1995-1.000,- ?
Andijewska-Der Süden-79x107cm-1995-1.000,- ?
Andijewska-Villen am Meer-79x107cm-1999-1.000,- ?

       DER SÜDEN    ----   VILLEN AM MEER

EMMA ANDIJEWSKA
* 1931 in Stalino/Ukraine, 1943 Emigration. Ab 1950 in München und USA. 1957 Mag. Phil.; Malerin, Dichterin, Illustratorin, Schriftstellerin. Mitglied: im Ukrainischen PEN-Club, Freie Akademie e.V. München
öffentliche Ankäufe: The Ukrainan Museum New York; Lwiw’s Galerie, Lemberg, Ukrainisches Staatsmuseum und Staatsmuseum der Ukraine, Kiew, Galerie u. Museum Charkiw, Universitäts-Museum Mohyla-Akademie Kiew, Schewtschenko Universitäts-Museum, Kiew; Freie Ukrainische Universität, München

Ausstellungen: u.a. 1991 Ukrainische Canadische Art Foundation Toronto,1992 Ukrainisches Staatsmuseum Kiew, Ukrainisches Staatsmuseum, für Ethnographie, Lemberg, Paris, München, Sydney, 1993 Ukrainischer PEN-Club Kiew, Siaat&mus. der Literatur Kiew, Wanderausstellung Ukraine, OMUA New York, 1994 Ukrainische Jnst. of Modern Art Chicago, Rathaus Tutzing, Neues Rathaus Hanau, Kunst- u. Antiquitätenmesse Wolfratshausen, Wasserburg Schloß Weissenhaus, Neue Oper Charkow, Rio de Janeiro, München, 1995 Passau, Bern, München, 1996 München: Deutsches Museum, Ukrainisches Konsulat, u.a.m
Literatur: Autorin von Gedichtbänden: Dichtung 1951, Geburt eines Götzen 1958. Fisch und Dimension 1961, Elemente 1964, Jahrmarkt 1967, Lieder ohne Texte 1968, Wissenschaft von der Erde 1975, Cafe 1983, Die Versuchung des Heiligen Antonius 1985, Vigilien 1987, Die Architekturensembles 1989, Zeichen-Tarol 1995; Novellen und Romane: Die Herostraten 1970, Roman vom guten Menschen 1973, Roman über die menschliche Bestimmung 1982, Die Reise, 1995.

Andijewska - Die Zwei mit Insekten
Andijewska-Die Familie-107x79cm-1999-1.000,- ?

Oben: DIE FAMILIE; o.rechts: ZWEI MIT INSEKTEN
untere Reihe links MEERESLANSCHAFT; rechts: DIE ZWEI MIT ...

Andijewska - Die zwei mit ..
Andijewska - Meereslandschaft

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